Videobearbeitung

Was ist Videobearbeitung?

Mit dem Rohmaterial der eigenen Videoaufnahmen kann man heutzutage fast niemanden mehr beeindrucken. Wer wirklich Eindruck mit seinen Videos hinterlassen will, der sollte nach dem Filmen noch besonderen Wert auf die Bearbeitung seiner Videos legen. Hier wird dir erklärt was du dafür brauchst und worauf es dabei ankommt.

Die Videobearbeitung eines Videos besteht aus mehreren Schritten und variiert je nach Stil des Videos. Grundsätzlich setzt sie sich aus dem Schnitt, der Audioüberarbeitung und dem Hinzufügen von Effekten bzw. grafischen Elementen zusammen. In diesem Artikel findest du Tipp für Videoschnitt und Videobearbeitung. Lies unbedingt zum Ende ?

Grundlagen der Videobearbeitung, wie gehe ich an die Bearbeitung ran?

Die Videobearbeitung eines Videos fängt nicht erst am Computer an. Um bestimmte Effekte zu erzielen braucht man Vorplanung und eine technisch korrekte Umsetzung beim Filmen. So sollte man sich als erstes darüber informieren zu was die eigene Kamera fähig ist, oder welche Kamera man benötigt um einen gewünschten Effekt zu erzielen. Wenn man zum Beispiel Zeitlupe in ein Video einbauen will, sollte die Kamera mit der aufgenommen wird in der Lage dazu sein mindestens mit 60 Bildern pro Sekunde (fps) aufnehmen zu können. Weiterhin ist für die Videobearbeitung wichtig in welchem Format gefilmt wird. Viele Kameras sind inzwischen in der Lage in 4K zu filmen, jedoch führt das zu sehr großen Videodateien, was bei mittelmäßigen PCs zu Störungen bei der Videobearbeitung führen kann, und verbietet bei vielen Kameras mit mehr als 30 fps aufzunehmen, wodurch dann keine Zeitlupe möglich ist. Der erste Schritt ist also Planung und sich mit dem Equipment auseinandersetzen, dadurch erleichtert man sich die Arbeit in der Postproduktion. Während dem Filmen kann es auch von Vorteil sein, seine Aufnahmen nach einem Plan abzudrehen, idealerweise mit einer Filmklappe, damit es nach längeren Drehs nicht zu Verwirrungen bei der Auswahl des Videomaterials kommt.

Bevor man sich nach dem Dreh an die Videobearbeitung macht, sollte man sich versichern, dass man auch hierfür die richtigen Tools hat. Wichtig ist dabei natürlich die Auswahl des richtigen Programmes, in diesem Artikel komme ich aber noch explizit darauf zu sprechen. In Verbindung damit wird natürlich auch ein entsprechender PC oder Laptop benötigt um eine flüssige Bearbeitung zu ermöglichen. Im weiteren Verlauf wird darauf ebenfalls eingegangen, um die Auswahl für den richtigen PC zu erleichtern. Mit den richtigen Arbeitsmaterialien kann man sich nun endlich an die Videobearbeitung machen.

Zuerst einmal sollte das Videomaterial gesichtet werden und eine grundlegende Struktur für das Video entwickelt werden. Durch das Sichten der Aufnahmen kann man neue Ideen entwickeln, da manche Aufnahmen eventuell ungeplante Besonderheiten aufweisen, wie zum Beispiel Schärfeverlagerungen die gut in einen Schnittwechsel integriert werden können oder als Erzählmittel verwendet werden können. Die besten Aufnahmen sollten vermerkt werden und ins Bearbeitungsprogramm eingefügt werden. Die Vorauswahl der richtigen Musik kann auch bei der Entwicklung und Strukturierung des Konzepts und vor allem beim Videoschnitt helfen, zusätzlich sind die richtigen Töne und die richtige Musik sehr wichtig für die Atmosphäre des Videos. Versuche außerdem immer eine Geschichte in deinen Videos zu erzählen, auch wenn diese sich nur über den Weg von A nach B dreht ist es enorm wichtig Spannung und einen roten Faden einzubauen um die Aufmerksamkeit der Zuschauer bei deinem Video zu behalten. Nach dem fertigen Videoschnitt fehlen noch zusätzliche visuelle Elemente bzw. Effekte und das Color Grading um die Videobearbeitung abzuschließen. Dieses ist ebenfalls enorm wichtig beim Erschaffen einer Atmosphäre. Mehr zum Color Grading findest du in einem weiteren Blogbeitrag hier auf der Seite.

Welches Programm eignet sich zur Videobearbeitung? Welches ist die richtige Videobearbeitungs App?

Inzwischen gibt es unzählige Programme zur Videobearbeitung, mit denen es möglich ist Videos zu bearbeiten, da es unmöglich ist alle detailliert aufzuzählen möchte ich die meiner Meinung nach besten kostenpflichtigen und kostenlosen Programmen aufzählen und ihre Vor- und Nachteile erläutern:

Das vermutlich von dem meisten verwendeten Programm für die Videobearbeitung ist Adobe Premiere Pro. Premiere Pro ist dank seines übersichtlichen Layouts relativ Einsteiger freundlich und bietet trotzdem fast alles was selbst ein erfahrener Profi benötigen könnte. Die weite Verbreitung von Premiere Pro führt ebenfalls dazu, dass unzählige Presets und Plug-ins für alle vorstellbaren Effekte im Internet zur Verfügung stehen, welche vor allem Anfängern die Videobearbeitung erleichtern. Außerdem gibt es unzählige Tutorials für diese Videobearbeitungs App, die Online zu finden sind, wodurch man als Anfänger nie an einer Aufgabe hängen bleibt. Jedoch ist der Preis für das Programm mit einem monatlichen Mindestbetrag von 20 Euro nicht ganz Anfänger freundlich und für den Profi könnten einige Effektoptionen fehlen.

Als kostenlose Videobearbeitungs App Variante ist definitiv Davinci Resolve zu empfehlen. Zwar kostet die Studiovariante einmalig 315 Euro, die kostenlose Videobearbeitungs App Variante bietet jedoch vor Allem für den Anfänger alles was man für eine professionelle Videobearbeitung benötigt. Grundsätzlich ist Davinci Resolve Programm von seinen Funktionen in allen Bereichen mit Premiere zu vergleichen und liefert beim Color Grading sogar noch mehr Optionen. Dafür ist das Videobearbeitungs Programm jedoch nicht ganz so übersichtlich wie Premiere und hat ein etwas gewöhnungsbedürftige Interface. Außerdem gibt es für die Videobearbeitungs Apps zumindest momentan noch nicht all zu viele Möglichkeiten es mit Presets und Plug-ins zu erweitern.

Was ist ein Videoschnitt? Tipps für Videoschnitt!

Beim Videoschnitt setzt man Ausschnitte seiner gemachten Videoaufnahmen aneinander und versucht dadurch Dynamik, Spannung und eine Art Rhythmus ins Video zu bringen. Man beginnt mit dem Rohschnitt bei dem man den richtigen Videoschnitt lernen kann. Der Rohschnitt besteht nur aus den Videoausschnitten für die man sich entschieden hat und es geht in erster Linie darum sie in Szenen zu verpacken, um einen roten Faden in sein Video zu bringen, und  die Länge der Clips auf die unterliegende Musik anzupassen. Im Rohschnitt fehlen noch jegliche Effekte wozu auch Schnittübergänge zählen, wie auch das Color Grading und die Vertonung. Außerdem muss die Länge der einzelnen Clips noch nicht perfekt abgestimmt sein, da es im Rohschnitt hauptsächlich darum geht ein Gesamtbild vom Video zu bekommen um sich den Workflow zu vereinfachen und eventuell noch neue Ideen einzubauen. Wenn du den richtigen Videoschnitt lernen willst lies den Artikel auf jeden Fall bis zum ende ?

So gelingt der richtige Videoschnitt! Videoschnitt lernen mit der richtigen Videoschnitt Software!

Um zu verdeutlichen wie man den richtigen Videoschnitt macht bzw. wenn man Videoschnitt lernen will, sollte man erst einen Blick auf die Funktionsweise der verschiedenen Videoschnitt Softwares legen. Bei fast jeder Videoschnitt Software gibt es eine Vorschau, die alle Änderungen zeigt, die man im Projekt vorgenommen hat. Unter dem Vorschau Fenster befindet sich die Timeline. In der Timeline findet der eigentliche Schnitt statt. Mit Tools, also Werkzeugen, nimmt man dort Veränderungen am Material vor. Die Videoausschnitte, die man in diese Timeline zieht werden als eine Art Baustein angezeigt. Ganz links befindet sich der erste Baustein, also der erste Ausschnitt, der abgespielt wird, und an diesen werden weitere angereiht die dann nacheinander abgespielt werden. Lässt man keinen Abstand zwischen den Bausteinen findet ein normaler oder auch harter Videoschnitt statt der nicht mal die länge eines Frames hat. Um zum Beispiel einen dramatischen Effekt zu verleihen, kann man auch einige Frames zwischen zwei Bausteinen frei lassen, wodurch ein „Cut to Black“, also ein Schnitt zu schwarzem Bild entsteht, bevor dann das nächste Bild einsetzt. Die Timeline ist in einer Video- und einer Audioebene aufgeteilt, beide Ebenen besitzen ebenfalls noch mehrere Unterebenen. Legt man zum Beispiel einen Videoausschnitt direkt über einen anderen, wird das Video, das auf der obersten Ebene liegt angezeigt. Dadurch kann man jedoch Blendeneffekte und Übergänge kreieren, indem man das obere Video ausblenden lässt, was bedeutet, dass die Deckkraft abfällt und somit das darunterliegende Video eingeblendet wird. In der Audioebene vertont man die überliegenden Videoausschnitte oder legt zumindest ein Lied unter die Aufnahmen. Somit kann unter anderem auf die Musik angepasst geschnitten werden.

(Markiert: Timeline, in der der Schnitt stattfindet)

Das bedeutet man sollte auf den Beat, Höhen, Tiefen und Pausen der Musik achten um darauf zu schneiden, hierzu hilft es auch die Tonspur zu vergrößern und sich die Wellenform anzuschauen um somit den richtigen Videoschnitt setzen zu können. Außerdem sollte man ein Gefühl mit seiner Videoschnitt Software für die Länge einer Szene entwickeln. Schneidet man zu früh weg, kann sich die Szene unvollkommen anfühlen und schneidet man mit der Videoschnitt Software zu spät weg, kann ein Bild schnell langweilig und uninteressant werden. Das richtige Gefühl dafür wie lange eine Aufnahme oder Szene dauern sollte bekommt man indem man sich Beispiele von ähnlichen Videos und Filmen anschaut. Zuletzt geht es darum Abwechslung durch verschiedene Übergänge in das Video zu bringen. Darunter zählen zum Beispiel Blendenübergänge, Zoom Ins und Outs, Wischübergänge und noch viele weitere. Kreative Filmmacher erschaffen scheinbar täglich neue Übergänge, weswegen man auch schnell dazu verleitet werden kann, diese zu häufig zu benutzen, das kann aber dazu führen, dass das Video schnell zu chaotisch und unübersichtlich wird. Es gilt also mit seiner Videoschnitt Software auch besondere Übergänge sparsam einzusetzen, mein Tipp ist es diese nur für einen besonderen Moment, einen Szenenwechsel oder auch beim visuellen Wechsel der Szenerien im Video zu gebrauchen.

Was sind die besten Videoschnitt Apps?

Wenn man sich erstmal in das Schneiden von Videos reingeübt hat, kann der Prozess sehr schnell erledigt werden und geht sehr einfach von der Hand mit verschiedenen Videoschnitt Apps. Damit man also auch einfach unterwegs ein Video schnell zusammen schneiden kann empfehlen sich videoschnitt Apps für das Handy mit denen das funktioniert. Zu empfehlen ist dafür die Videoschnitt App FilmoraGo, da sie sehr einfach zu benutzen ist, alle nötigen Funktionen besitzt und die Videos dort auch sofort für das Instagram und Youtube Format gefertigt werden können. Des Weiteren findet man hier eine Liste der Top Videoschnitt Apps 2019:

Link zu App…

Die richtige Hardware für die Videobearbeitung – Grafikkarte für Videobearbeitung – Das Herzstück!

Welche Bestandteile ein PC für den Videoschnitt oder die Videobearbeitung erbringen muss ist nicht so einfach festzulegen, da sie je nach Budget und Gebrauch sehr variieren können. Man sollte sich dementsprechend daranhalten, dass die Videoschnitt Software seiner Wahl CPU Leistung benötigt um flüssig zu laufen. Natürlich sollte man auch darauf achten mit welchen Dateigrößen man arbeitet, da ein riesen Unterschied darin besteht ob man Videoaufnahmen einer DSLR bearbeitet oder einer Filmkamera wie zum Beispiel die ARRI Modelle, da die Dateigrößen sich selbst bei gleicher Auflösung sehr Unterscheiden. Deswegen versuche ich ein gutes Set Up für den Anfänger zusammenzustellen, das bedeutet jemand der regelmäßig an Projekten mit Videodateien von neuen DSLR und spiegellosen Kameramodellen arbeitet, die mit bis zu 4K aufnehmen können.

Die richtige Grafikkarte für Videobearbeitung

Der wichtigste Teil der Hardware für die Videobearbeitung ist die Grafikkarte, hier lassen sich die NVIDIA GeForce oder NVIDIA Quatro Modelle epmfehlen, da diese speziellen Grafikarten für Videobearbeitung sind. Für den Prozessor eignet sich der relativ günstige Intel Core i7-8700K, da dieser eine gute CPU Leistung hat, welche für die Berechnung der Videos zuständig ist. Für eine geringe Ladezeit der Videos sind noch mindestens 16GB Arbeitsspeicher und eine schnelle Festplatte, am besten SSD, zu empfehlen. Nun kann man sich nach PC’s erkunden die, diese Anforderungen erfüllen oder auch selbst einen zusammenbauen. Die richtige Grafikkarte für Videobearbeitung ist essentieller Bestandteil. Nehme dir hier ausreichend Zeit für eine Entscheidung, da ein Fehlkauf viel Geld kosten kann.

Welche Maus und welche Tastatur für Videoschnitt?

Die Maus und die Tatstatur für Videoschnitt spielen keine allzu große Rolle in der Videobearbeitung. Vor allem dem Anfänger ist zu empfehlen sein Geld erst einmal in wichtigere Aspekte der Videobearbeitung zu stecken. Wer aber schon etwas fortgeschrittener ist und seinen Workflow deutlich beschleunigen will der kann sich eine Maus oder Tastatur für Videoschnitt zulegen. Zu empfehlen wären hier eine MAGIX Videoschnitt-Tastatur für Videoschnitt (Bild), da diese Praktische Shortcuts, farbige Gruppierungen zusammengehöriger Funktionen und eindeutige Symbole besitzt. Mäuse haben im Gegensatz keine brauchbaren Extrafunktionen, wichtig sind nur physische Bedienknöpfe, also kein Touch, und eine gute Ergonomie. Zu empfehlen wäre da zum Beispiel die Logitech MX Master, da ihre Tasten sich frei belegbar sind.

Welcher fertige PC für Videobearbeitung und welcher Laptop für Videobearbeitung sind zu empfehlen?

In der Medienbranche haben sich die Apple Modelle etabliert, deswegen möchte ich erst 2Varianten aus dem Apple Haushalt vorschlagen. Die Apple Modelle punkten mit ihrem Design und ihrem hervorragendem Retina Display, was für eine hochqualitative Wiedergabe der Videos von Vorteil ist. Das bedeutet also das entweder ein IMac mit entsprechender Ausstattung oder gleich sogar ein IMac Pro perfekte PC’s für die Videobearbeitung sind. Wer mobil bleiben will und einen Laptop benötigt, der sollte definitiv in ein MacBook Pro mit entsprechenden Specs investieren.

Wer nicht unbedingt mit seinem Home-Office beeindrucken muss, der kann für ähnliche Leistungen durchaus günstigere Varianten von anderen Herstellern finden. Zu empfehlen wäre da zum Beispiel dieser Memory PC:

Link zu PC…

Wer sich aber nicht zu Schade ist selbst Hand anzulegen, dem ist immer zu empfehlen die Hardware selbst zusammen zu kaufen und seinen PC selbst zu bauen, da man so meist immer günstiger rauskommt. Wer außerdem nicht drauf bestehen muss unterwegs arbeiten zu können, dem ist auch zu einem PC anstatt eines Laptops zu raten, da man beim PC immer eine bessere Hardware für den gleichen Preis bekommt und veraltete Teile sich auch austauschen lassen, was bei vielen Laptops nicht möglich ist.

Mit all diesen Tipps für Videoschnitt gelingt dir hoffentlich ein erfolgreicher Start in die Welt des Video-Editings!

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