Wie gestalte ich mein Bild richtig?

Mit steigender Beliebtheit von Portalen wie Instagram, interessieren sich immer mehr Menschen für die bestmögliche Darstellung der eigenen Person und des eigenen Alltags oder auch der Darstellung seiner eigenen Kreativität. Ausgeschlossen von Prominenten machen die beliebtesten Profile das meist auf einem sehr professionellen Niveau, indem sie entweder mit professionellem Equipment arbeiten oder zumindest sehr gekonnt Fotos mit ihrem Smartphone inszenieren.

In diesem Artikel möchte ich dir erklären was du benötigst um deine eigenen Bilder auf ein neues Level zu bringen und wie du eine Kamera richtig bedienst. Dies ist ein Beginner Guide im Bereich Digitalfotografie. Falls du Fortgeschrittener oder Profi bist ist dieser Artikel nichts für dich.

Was versteht und professioneller Digitalfotografie und was trennt ein professionelles Foto von einem Schnappschuss?

Diese Frage ist jedoch gar nicht so einfach zu beantworten, da Digitalfotografie sehr experimentell sein kann und sich in die verschiedensten Bereiche erstreckt. Grundsätzlich würde ich behaupten ein Foto ist jedes Bild hinter dem eine Vision steckt, eine Idee die mit verschiedensten Techniken und mit erlerntem Wissen umgesetzt wurde, wohingegen als Schnappschuss jedes Bild zu werten ist, das ohne einen Hintergedanken gemacht wurde, ohne Kompositionen, Belichtung, Farben, Posen und viele weiteren fotografische Aspekte zu beachten.

Für mich ist Digitalfotografie also die Fähigkeit mit seinem erlernten Wissen zu den verschiedenen Aspekten der Digitalfotografie gezielt ein Bild zu gestalten.

Was benötigt man also um nicht mehr nur Schnappschüsse, sondern auch richtige Fotos zu schießen?

Für jeden der Interesse an visueller Gestaltung hat, oder sich allgemein für Digitalfotografie interessiert ist eine Spiegelreflexkamera oder auch Digitalkamera, am besten mit Spiegelreflexkamera Stativ, ein Muss. Dabei ist zu beachten, dass noch vor wenigen Jahren nur Spiegelreflexkameras für den professionellen Gebrauch in Frage gekommen sind, heutzutage scheinen spiegellose Digitalkameras mit wechselbaren Objektiven den Markt fast übernommen zu haben und sind wegen ihrer Kompaktheit und hohen Einsetzbarkeit bei Fotos und Videos sehr beliebt für Einsteiger.

Des Weiteren kommt es ganz auf die Art Digitalfotografie an, die man machen will, welches Equipment man dafür benötigt. Grundsätzlich ist einem Einsteiger ein Foto Stativ/Spiegelreflexkamera Stativ zu empfehlen, verschiedene Objektive mit verschiedenen Brennweiten und mindestens ein Objektiv mit einer großen offenen Blende um die Effekte der Blende auf die Schärfe und Belichtung voll nutzen zu können. Das sollte für den Anfang reichen. Wenn man sich aber in verschiedenen Bereichen austesten will, sollte man Lichter, eventuell einen Blitz und Leinwände für einfache Studiofotografie besorgen und verschiedene Filter zum Aufsetzen auf ein Objektiv, um bei der Landschaftsfotografie besondere Effekte zu erzielen.

Allgemein können natürlich noch Kleinigkeiten wie genügend Akkus und SD-Karten, eine gute Kameratasche, ein Reflektor und ein Fernauslöser, wie aber auch unzählige weitere Kamera Gadgets von Gebrauch sein. Wenn man diese Grundausstattung besitzt kann man in den meisten Bereichen der Digitalfotografie etwas anfangen und es ist nur noch das eigene Wissen und die eigene Kreativität gefragt.

In welchen Bereichen der Digitalfotografie kann man Equipment und Wissen anwenden um besondere Fotos zu erschaffen?

Fast unzählige und diese aufzuzählen und zu erläutern was sie ausmacht würde ein ganzes Buch füllen. Trotzdem würde ich gern einige der bekanntesten und beliebtesten Bereiche nennen und verdeutlichen was ein Anfänger, der entsprechende Fotografien kreieren will, beachten muss.

Landschaftsfotografie:

Viele Fotografen spezialisieren sich auf das Fotografieren von Landschaften, diese Fotos enden dann oft als virtuelle Hintergründe oder ausgedruckt auf einer Wand, selten auch in Artikel oder Zeitschriften. Damit ist die Landschaftsfotografie vielleicht nicht die rentabelste, aber es ist meistens abenteuerlich und stressfrei. Um in der Landschaftsfotografie Erfolg zu haben ist ein Verständnis für Komposition und Lichtverhältnissen basierend auf Wetterlage und Tageszeit sehr nützlich. An Equipment ist ein weitwinkliges Objektiv, ND-Filter und ein gutes Kamerastativ bzw. Spiegelreflexkamera Stativ zu empfehlen.

Studiofotografie:

Das Fotografieren in einem Studio hat viele Vorteile. Man kann sich ein Studio in seinen eigenen vier Wänden einrichten und damit bequem von Zuhause aus Aufträge erledigen oder sich kreativ ausleben. Ein Studio ist hervorragend und Portrait Fotografien und Model Fotografien im Allgemeinen zu erstellen. Außerdem eignet es sich perfekt für Produkt und Werbefotografie, da man am meisten Kontrolle über das Licht hat. Der Nachteil dabei ist, dass ein Studio Set Up definitiv nicht günstig ist. Für ein Fotografie Studio sollte man mindestens drei Softboxen besitzen, mehrere Ständer und Leinwände, 1-2 Objektive im Portrait Bereich (40-85mm) und am besten noch einen guten Blitzapparat. Das alles kann schon einiges kosten, durch die gute Vermarktbarkeit dieser Bilder kann sich das aber auch schnell wieder auszahlen.

Kreative oder künstlerische Fotografie:

Um seiner Kreativität freien Lauf zu lassen braucht man nicht viel. Viel mehr geht es darum sein neu erlerntes Wissen anzuwenden und aus dem was man hat das Beste zu machen. So kann man zum Beispiel mit Langzeitbelichtungen surreale Lichtbilder erschaffen, oder mit einem so genannten double Exposure Effekt verschiedene Bilder kombinieren. Es gibt wirklich unzählige Möglichkeiten seine Kreativität in der Digitalfotografie freien Lauf zu lassen und es werden ständig neue Techniken und Tricks entdeckt um bestimmte Effekte zu erzielen, oft in Verbindung mit günstigen Kleinartikeln. Jede Foto Idee kann eine neue Herausforderung darstellen, das spannende an der Fotografie ist es diese mit seinen bestehenden Mitteln bestmöglich zu meistern. Auch wenn die eigenen Foto Ideen in den meisten Fällen vielleicht nie finanziell lukrativ sind, kann man bei der Umsetzung für alle Bereiche enorm viel dazu lernen und Plattformen wie Instagram ermutigen dazu diese Fortschritte zu teilen und sich auszutauschen.

Jeder Bereich benötigt also verschiedenes Equipment und Herangehensweisen um perfekt durchgesetzt zu werden, als Anfänger hindert einen jedoch nichts daran jeden Bereich auszuprobieren und das Beste aus dem zu machen was man besitzt.

Wie kann man professionelle Fotos auch mit einem IPhone/Smartphone machen?

Die Kameratechnologie in Smartphones wird von Jahr zu Jahr beeindruckender und bei vielen Handys kann man auch schon manuelle Kameraeinstellungen treffen, was den Einsatzbereich dieser Kameras vergrößert. Trotzdem haben die verbauten Linsen in diesen Handykameras einfach nicht die nötige Vielseitigkeit um in jeder Situation überzeugen zu können, das wäre auch verrückt, wenn man bedenkt, dass ein Fotograf für fast jedes Objektiv, dass er besitzt den Preis eines hochwertigen Smartphones gezahlt hat.

Trotzdem gibt es viele Tipps und Tricks an ähnlich gute Ergebnisse zu kommen. Zuerst sollte man sich mit den Funktionen seiner Handykamera vertraut machen, gerade neuere IPhones bieten für fast jede Situation einen passenden Modus, ob es um Schärfeverlagerungen oder Belichtungen geht und wenn man sich sicher fühlt, kann man die Blende, Belichtungszeit und ISO auch manuell betätigen.

Um die eingeschränkte Brennweite zu umgehen, kann man in der Bearbeitung das Bild einfach zuschneiden, da Handys meist sehr weitwinklig sind, dabei sollte man beachten seine Bilder in der höchsten Qualität zu machen. Ansonsten gilt es das gleiche Wissen anzuwenden, dass man auch für die Digitalfotografie braucht und auf Licht, Farben, Kompositionen usw. zu achten, denn die beste Kamera ist letztendlich immer die, die man gerade dabei hat.

Wie mache ich gute Fotos mit einer Spiegelreflex oder Digitalkamera und was macht ein gutes Foto aus?

Wie schon erwähnt ist es wichtig das richtige Equipment für das geplante Bild zu besitzen. Portraits haben ohne eine große offene Blende einfach nicht den professionellen Spiegelreflexkamera Look und ohne ein standfestes Foto Stativ/Spiegelreflexkamera Stativ, kann es in der Natur manchmal schwer werden seine Kamera richtig auszurichten und eine gute Schärfentiefe zu erzeugen. Ansonsten gilt es Regeln zu beachten, was muss man zum Beispiel einhalten um eine gute Komposition zu erschaffen? Zum einen gibt es da die Rule of Third, was so viel bedeutet wie die Drittelregel, das heißt man sollte darauf achten, dass sich sein Objekt im Foto auf einer Drittellinie oder einem Drittelpunkt befindet.

Weiterhin sollte man nach dieser Regel auch den Horizont auf eine der horizontalen Drittellinie anlegen, da das natürlich und harmonisch auf uns wirkt. Um diese Regel leichter einzuhalten, haben die meisten Kameras eine Einstellung dafür Linien über das Anzeigebild zu legen um dieses so in 9 Kästen zu teilen, dies macht es einfacher sich danach zu orientieren.

Außerdem geben Leitlinien, die so ziemlich alles im Bild sein können, dem Bild eine interessante Dreidimensionalität und helfen dem Zuschauer sofort eine Struktur im Bild zu erkennen. Abseits von Kompositionen können auch besondere Farbkombinationen ein Bild interessanter machen. Hierbei wäre es von Vorteil sich mit Komplementärfarben und harmonischen Farbpalletten im Allgemeinen auszukennen.

Vermutlich das Wichtigste an einem guten Foto ist jedoch das Motiv und eventuell das Hauptobjekt und wie dieses in Szene gesetzt wird. Ein Bild sollte immer Emotionen ausstrahlen und Gefühle wecken, das geht nur wenn der Fotograf weiß wie man etwas in Szene setzt und im richtigen Moment abdrückt.

Beachtet man diese Punkte geht es nur noch um die perfekte technische Umsetzung. Wie man diese erreicht, erkläre ich in den folgenden Abschnitten.

Manuelle Kameraeinstellungen in der Digitalfotografie (Blende, Isowert, Belichtungszeit)

Was ist eine Blende und wann muss ich sie benutzen?

Die Blende findet man bei den manuellen Einstellungen unter „f“, nehmen wir an man hat f/8 bei seiner Blende stehen. Was bedeutet die Zahl hinter der Blende also nun? Je höher die Zahl desto größer ist zum einen die Schärfentiefe, das bedeutet beim höchsten Wert, der bei den meisten bei f/22 liegt, ist jeder Bereich im Bild so scharf wie möglich. Dies eignet sich sehr gut für Landschaftsfotografie, da man meistens den Hintergrund, zum Beispiel Berge, und den Vordergrund, zum Beispiel ein Feld, scharf haben will.

Wegen der zweiten Funktion der Blende will man mit der Schärfe meistens jedoch nicht übertreiben, da ab einem bestimmten Grad sogar feinste Dreckpartikel auf der Linse und dem Sensor der Kamera sichtbar werden. Als Höchstwert bei guten Lichtverhältnissen wird deswegen eine Blende um f/8-11 herum gewählt. Wenn man die Blende jedoch so niedrig wie möglich einstellt, was dann auch offene Blende genannt wird, hat das Bild eine viel geringere Tiefenschärfe.

Bei den meisten Objektiven liegt der niedrigste Wert um f/1.8 -4.0, dies ist zum Beispiel bei der Portraitfotografie sehr nützlich, da die Schärfe dann nur auf dem Fokuspunkt des Bildes liegt und man so gut ein Gesicht vom Hintergrund trennen kann und dem gesamten Bild, vor Allem in Verbindung mit einer hohen Kamera Brennweite, eine starke Raumtiefe verleiht.

Die zweite Funktion der Blende, ist ihre Lichtdurchlässigkeit. Wenn man in die Linse seines Objektivs schaut und währenddessen die Blende verstellt, kann man sehen wie ihr Verschluss eine kleinere oder eben größere Öffnung bildet. Verständlicherweise ist diese Öffnung bei einer offenen Blende also größer und lässt dadurch auch mehr Licht auf den Sensor der Kamera.

Einfach zusammengefasst, macht man das Bild mit der kleinsten Blendenzahl (f/1.8) heller und mit jeder Abstufung (f/2.0 – f/2.2 usw.) dunkler. Das ist vor Allem bei schlechten Lichtverhältnissen nützlich, z.B. nächtliche Streetphotography, da man für ein helleres Bild nur einen Verlust der Schärfentiefe in Kauf nimmt.

Was ist die Belichtungszeit in der Digitalfotografie und wann brauche ich sie?

Die Belichtungszeit bestimmt wie lange die Kamera ein Bild aufnimmt, bzw. Licht auf ihren Sensor einfallen lässt. Sie ist in Sekunden angegeben und ist meist das erste Einstellungsfenster im Menü. Bei der Belichtungszeit gilt, je länger sie ist, desto mehr Licht nimmt die Kamera selbstverständlich auf. Dabei ist jedoch zu beachten welcher Wert für welche Situation Sinn macht. Denn umso länger man ein Motiv ablichten lässt, desto mehr Bewegung fängt die Kamera ein, was schnell zu verschwommenen Motiven führen kann und bei Bewegungen der Kamera selbst zu einem komplett verschwommenen Bild führen kann.

Es gibt unzählige Situationen auf die, die Belichtungszeit angepasst werden sollte und man kann nur durch probieren ein  umfangreiches Verständnis dafür bekommen, grundsätzlich kann man sich aber daran orientieren, dass man bei schnellen Bewegungen, zum Beispiel Sportaufnahmen, die Blende möglichst hoch stellen sollte (mindestens 1/200s) und bei ruhigen Motiven kann man bei Aufnahmen aus frier Hand bis zu 1/20s runter. Mit einem Foto Stativ/ Spiegelreflexkamera Stativ kann das aber auf die Spitze getrieben werden und man kann ein Bild mehrere Minuten lang ablichten lassen.

Gerade bei Nachtaufnahmen kann man dadurch dann auch besondere Effekte erzielen, da alle aufkommenden Lichter eine Spur hinterlassen, wodurch eine Lichtspur entsteht wo ein Auto gefahren ist, oder aus Sternen Striche oder sogar ganze Kreise werden anstatt nur ein Punkt im Himmel. Zusammengefasst nimmt man also Helligkeitsverlust je kürzer die Belichtungszeit ist und das Risiko auf Bewegungsunschärfe desto länger sie ist.

Was ist der ISO Wert und wann benutze ich diesen?

Der ISO Wert ist von den manuellen Belichtungseinstellungen am einfachsten zu verstehen und lässt sich bei den Einstellungen auch unter ISO finden. Der ISO Wert ist nichts anderes als ein eingebauter Helligkeitsverstärker in der Kamera, je höher der Wert, desto heller das Bild. Wieso könnte man also bei Nacht nicht einfach den ISO Wert so hoch aufdrehen wie möglich?

Der Nachteil des ISO Wertes ist, dass je nach technischer Leistung der Kamera, das Bild extreme Schäden in Form von Rauschen nimmt. Dieses Rauschen taucht dann meistens in den dunklen Bereichen des Bildes auf und lässt ein Bild sehr unprofessionell und billig wirken. Man muss also testen zu welchen Werten die eigene Kamera fähig ist, damit man es in schlechten Lichtverhältnissen nicht mit dem ISO Wert übertreibt und sein Bild ruiniert.

Das richtige Equipment in der Digitalfotografie

Was macht ein gutes Spiegelreflexkamera Stativ / Foto Stativ aus?

Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten, da es verschiedene Foto Stativ-arten gibt und diese auch zu verschiedenen Zwecken genutzt werden. Man sollte sich beim Foto-Stativkauf immer fragen für was man es einsetzen will und wie sehr man es belasten wird, nach diesen Kriterien kann man die Auswahl an Foto Stativen dann einschränken.

Die meisten Anfänger beginnen aber mit einem Allrounder Foto Stativ, was in der Probierphase auch durchaus Sinn macht. Was sollte man also grundsätzlich beachten? Es ist nicht schwer zu verstehen, dass Foto Stative in der günstigsten Preisklasse auch mit billigerem Material verbaut sind und allgemein schlechter produziert sind. Das muss nicht bedeuten, dass alle günstigen Foto Stative nichts taugen, aber wenn man sein Foto Stativ mehrere Jahre im Gebrauch haben will, sollte man sich mindestens ein Foto Stativ aus der Mittelpreisklasse zulegen (um ca. 80€ rum), da billige Plastikteil schnell verschleißen und vor allem in Verbindung mit Schrauben früher oder später Bruchstellen bekommen und kaputt gehen.

Des Weiteren sollte die Standfestigkeit in Verbindung mit dem eigenen Equipment geprüft werden, deswegen ist zu empfehlen seine Kamera zum Foto Stativkauf mitzunehmen. Das Foto Stativ/Spiegelreflexkamera Stativ darf nicht wackeln und sollte egal wie die Kamera ausgerichtet ist keine starke Gewichtsverlagerung haben, da dies in der Natur in Verbindung mit Wind schnell dazu führen kann, dass es umkippt. Umso weiter sich die Stativbeine spreizen lassen, desto einsatzfähiger ist. Zuletzt sollte man sich Gedanken über den Stativkopf machen, dabei gibt es wieder keine Falsche Antwort, da viele Stativköpfe verschieden funktionsfähig sind, man sollte jedoch alle Drehmechanismen testen und klarstellen, dass diese reibungslos von der Hand gehen und gut verbaut sind.

Was macht eine gute Kamera aus?

Das hängt ebenfalls komplett vom Einsatzbereich der Kamera ab. Aspekte, die für die Digitalfotografie zu beachten sind, sind Kompaktheit, Auflösung bzw. Megapixel, Autofokus Einstellungen (wie schnell fokussiert die Kamera, hat sie Augenerkennung?), Höchstgeschwindigkeit beim schießen mehrerer Bilder hintereinander (fps), ISO Empfindlichkeit und Höchstwerte, Bildschirmauflösung (bei spiegellosen Kameras auch Sucherauflösung). Wer mit seiner Kamera auch Videos machen möchte, sollte auf am meisten auf die Lichtempfindlichkeit, die höchstmögliche Video Auflösung und die Einstellungsmöglichkeiten der Bilder pro Sekunde achten, da für einen Zeitlupeneffekt mindestens 60 Bilder pro Sekunde (fps) benötigt werde.

Des Weiteren lassen sich Kameras noch durch ihren Sensor unterscheiden. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen APS-C und Full Frame bzw. Vollformat Sensoren. Der Unterschied besteht darin, dass der APS-C Sensor kleiner ist und bei nicht angepassten Objektiven einen Crop-Faktor hat, weswegen nicht die volle Aufnahmefläche der Objektive genutzt wird. Durch den 2,5-mal größeren Sensor bei der Full Frame Kamera ist die Auflösung auch dementsprechend höher, weswegen diese in der höheren Preisklasse zu finden sind und APS-C Sensoren sich in Kameras der Einsteiger- bis Mittelklasse befinden.

Wer das nötige Budget besitzt, dem ist also definitiv eine Vollformat Kamera zu empfehlen. Letztendlich sollte man sich also Gedanken machen für welche Zwecke man die Kamera einsetzen will und sich informieren welche Kamera diese Zwecke am besten erfüllt.

Welche Objektive sollte ich für meine Spiegelreflexkamera kaufen?

Es gibt drei Grundtypen bei Objektiven, Weitwinkel-, Normal- und Teleobjektive. Weitwinklig ist ein Objektiv, wenn es eine Brennweite zwischen 18 und 50mm hat, unter 18mm ist es ein Superweitwinkel und bei 50mm ist es ein Normalobjektiv, da diese Brennweite dem menschlichen Auge gleicht. Als Teleobjektiv werden alle Brennweiten über 50mm gewertet. Grundsätzlich macht es Sinn in jedem Bereich eins zu besitzen, es gilt aber zu beachten, dass Objektive sich noch zwischen Zoom und Festbrennweiten unterscheiden lassen.

Festbrennweiten haben den Vorteil, dass der kleinste Blendenwert meist niedriger ist und somit die dementsprechenden Vorteile einer offeneren Blende genutzt werden können, dafür haben sie keine Variation in ihrer Brennweite, das heißt der Ausschnitt bleibt gleich und man kann nicht zoomen. Ein Zoom Objektiv hat einen ganzen Brennweitenbereich (z.B. von 18-55mm) und ist somit flexibler und vereint eventuell mehrere Bereiche in einem, die Blende lässt sich dafür bei vergleichbaren Modellen nicht so weit offen stellen, was das Objektiv weniger lichtempfindlich macht und es ein schlechteres Bokeh erzeugt.

Für den Einsteiger wäre zu empfehlen ein gutes Zoom Objektiv zu besitzen (z.B. ein 24-105mm f/4.0) welches somit als Alleskönner im Einsatz ist, und zwei Festbrennweiten in Bereichen, an denen man besonderes Interesse hat (z.B. Portrait, also 50mm oder 85mm f/1.8).

Welche Programme brauche ich zur Bildnachbearbeitung?

Wer die finanziellen Möglichkeiten hat sollte immer zu den Adobe Programmen greifen, da sie von Profis und Einsteigern auf der ganzen Welt benutzt werden und man dadurch sehr viele kostenlose Lernkurse und Tutorials dazu findet. Für die Fotobearbeitung kommen Photoshop und Lightroom in Frage. Mit Photoshop kann eigentlich alles machen was man sich vorstellen kann, von der farblichen Bearbeitung bis hin zur Fotomanipulationen. Jedoch benötigt es einiges an Zeit sich mit Photoshop gründlich auseinanderzusetzen und viele Anfänger sind überfordert. Wem also nur die Bearbeitung von Hell-,Dunkel- und Farbtönen wichtig ist, der sollte definitiv zu Lightroom greifen, da das Programm viel übersichtlicher ist und einen schnelleren Workflow liefert. Mit sogenannten Luts, die dafür da sind Bildern einen farblichen Stil zu geben, braucht man meist sogar nur wenige Minuten für die Bearbeitung.

Hier gehts zu den LUT’s

Wer für die Adobe Programme nicht das nötige Budget hat, dem ist Gimp als Alternative für Photoshop zu empfehlen und CaptureOne für Lightroom.

Schlusswort

Digitalfotografie ist wie jeder Fachbereich ein ständiger Lernprozess. Wer sich also nicht weiterbilden will und die Grenzen seines Equipments, Wissens und Könnens testen will, der wird schnell merken, dass er stagniert. Nur durch die Herausforderung kann man neue Wege für sich entdecken, deswegen sollte man sich als Anfänger in jedes Buch rein lesen was man zur Digitalfotografie findet, Tipps annehmen von Leuten die Erfahrung gesammelt haben, aber auch seinen eigenen Visionen  nichts in den Weg kommen lassen, und zu guter Letzt so oft fotografieren gehen wie möglich.

Dabei gilt das Beste aus dem rauszuholen was man hat und zu lernen wie man es für neue Techniken anwenden kann, da man sich auch nicht verbessert, wenn man einfach nur die neueste und teuerste Technik besitzt, aber nicht weiß was man mit ihr anfangen soll. Also schnappt euch eure Kamera und viel Spaß beim Fotografieren!

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